Freimaurerloge im Orient von Bern · seit 1978
Bekannt. Nicht geheim.
Wenn Sie sich fragen, was Freimaurer wirklich tun, sind Sie hier richtig. Eine liberale Loge in Bern, seit 1978. Wir erklären es Ihnen in aller Ruhe, ehrlich und ohne grosses Aufheben.
Das Sinnbild
Sie sind der raue Stein
Am Anfang ist jeder Mensch ein roher, unbehauener Block, mit Kanten, Rissen und viel ungenutztem Potenzial. Die Freimaurerei legt Ihnen das Werkzeug in die Hand, um daran zu arbeiten: Schlag für Schlag, ein Leben lang.
Diese Arbeit dauert ein Leben lang. Niemand verlangt von Ihnen, ein anderer zu werden; es geht um das, was in Ihnen schon angelegt ist und nur darauf wartet, herausgearbeitet zu werden: Haltung, Mass, Klarheit. Den ersten Schlag setzen Sie selbst. Danach gehen Sie den Weg nicht allein.
Die Arbeit
Ein Weg, der bei Ihnen beginnt
Freimaurer bearbeiten den «rauen Stein»: sich selbst. Der Weg führt über drei Grade, jeder mit einem eigenen Leitsatz und einer eigenen Frage.
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01
Erster Schritt
Sich selbst begegnen
Der erste Schritt gehört der Selbsterkenntnis. Sie lernen, ehrlich auf sich zu blicken, auf Ihre Kanten ebenso wie auf Ihre Stärken. Wer sich selbst kennt, hat etwas, woran er bauen kann.
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02
Zweiter Schritt
Die Welt wahrnehmen
Der Blick weitet sich nach aussen. Welche Verantwortung tragen Sie für die Menschen neben Ihnen, für die Gemeinschaft, für die Welt? Wissen und Können sind dazu da, weitergegeben zu werden.
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03
Dritter Schritt
Das Grössere erkennen
Die grossen Fragen treten hervor: Sinn, Vergänglichkeit und das, was über das eigene Leben hinaus Bestand hat. Aus dem Lernenden wird einer, der weitergibt.
Worum es geht
Was Freimaurerei ist
Freimaurerei ist eine der ältesten Wertegemeinschaften der Welt: ein Bund von Menschen, die an sich arbeiten, um füreinander und für die Gesellschaft besser zu werden. Sie steht in der Tradition der Aufklärung: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität.
Im Kern ist sie eine Methode: Sinnbilder aus der alten Bauhütte und ein gemeinsames Ritual, die seit Jahrhunderten immer wieder dieselbe Frage stellen. Was für ein Mensch wollen Sie sein? Eine verborgene Geheimlehre suchen Sie bei uns vergeblich. Unsere Zusammenkünfte nennen wir deshalb «Arbeit», und wir verstehen uns als Suchende, die nie auslernen.
- 1717
- Erste Grossloge, London
- 60'000
- Brüder weltweit
- 3
- Grade: Lehrling, Geselle, Meister
Das ist Freimaurerei
- Eine Schule der Selbsterkenntnis
- Ein Bund freier Männer, diskret, aber nicht geheim
- Eine Gemeinschaft über Alter, Beruf und Herkunft hinweg
- Eine lebendige Tradition aus der Aufklärung
Das ist sie nicht
- Kein Geheimbund, der im Hintergrund die Welt lenkt
- Keine Religion und keine politische Partei
- Kein Netzwerk für geschäftliche Vorteile
- Keine Vereinigung, die Ihnen vorschreibt, was Sie glauben sollen
Genauer betrachtet
Warum es Logen gibt
Schürzen, Erkennungszeichen, berühmte Namen: diese Schicht kennt jeder. Interessanter ist, was darunter liegt: die Mechanik, die eine Loge seit dreihundert Jahren trägt. Sieben Beobachtungen.
Ein Netz des Vertrauens
Bevor es Handelsregister, Versicherungen und internationale Verträge gab, war Vertrauen unter Fremden das härteste Problem des Reisenden. Die Loge löste es auf ihre Weise: Wer über Jahre Beiträge zahlt, Verpflichtungen eingeht und seinen Ruf einsetzt, hat etwas zu verlieren. Genau das machte sein Wort belastbar, von Bern bis Übersee. Deshalb verbreitete sich die Freimaurerei zuerst unter Kaufleuten, Kapitänen und Beamten, also unter Menschen, die auf das Wort von Fremden angewiesen waren. Eine Empfehlung, die nichts kostet, sagt bis heute wenig.
Eine Schule der Demokratie
Lange bevor die meisten Mitglieder politisch wählen durften, wählten sie in der Loge ihre Ämter, gaben sich Statuten und entschieden in geheimer Abstimmung. Die Alten Pflichten von 1723 verlangten Duldsamkeit über die Konfessionen hinweg, aus praktischer Notwendigkeit, denn Handel und Reisen liessen keine andere Wahl. Verfahren, Ämter auf Zeit, Rechenschaft: Vieles davon wurde im Logenzimmer eingeübt, bevor es Verfassungen prägte.
Was das Geheimnis wirklich schützt
Die Inhalte der Rituale sind seit dem 18. Jahrhundert immer wieder veröffentlicht worden. Unsere Verschwiegenheit gilt dem Persönlichen und einer bestimmten Form: der Art, wie Brüder einander erkennen, und der Reihenfolge, in der Wissen weitergegeben wird. Jeder Grad erschliesst seinen Rahmen erst dann, wenn man ihn tragen kann. Was zu früh kommt, verpufft. Diese Stufenfolge ist der eigentliche Kern des Geheimnisses.
Warum das Ritual Mühe kostet
Aufnahme und Tempelarbeit verlangen Überwindung: ungewohnte Formen, Ernst, Konzentration. Das ist gewollt. Gemeinsame Anstrengung verbindet Menschen tiefer als jede Bequemlichkeit; die Forschung zu Ritualen bestätigt das. Ein Versprechen ohne Einsatz bindet niemanden. Wer die Schwelle bewusst überschreitet, weiss danach, dass sie etwas bedeutet, und die anderen wissen es auch.
Verband, Freiheit und ein alter Streit
Logen sind örtlich selbständig und zugleich Teil eines Ganzen: Ein Dachverband erteilt das Patent, das gemeinsame Ritual verbindet, die Verantwortung bleibt vor Ort. Wie viel Eigenständigkeit erlaubt ist, wird seit je verhandelt. 1877 strich der Grand Orient de France die Pflicht, an ein höchstes Wesen zu glauben; London entzog ihm dafür die Anerkennung. Seither bestehen zwei grosse Traditionen nebeneinander. Unsere Loge steht in der liberalen: Ihr Gewissen gehört Ihnen.
Brücken, wo Gräben sind
Die Bruderschaft reichte immer wieder über Grenzen und manchmal über Fronten hinweg. Von Soldaten, die im Gegner den Bruder erkannten und Milde walten liessen, erzählen viele Geschichten; manche sind belegt, andere gehören eher zur Legende, und Ehrlichkeit gebietet, das zu sagen. Der Kern trägt trotzdem: Bindungen, die quer zu den Lagern verlaufen, wirken in Konflikten als Riegel gegen die völlige Verrohung. Solche Kanäle des Vertrauens sind selten geworden. Umso mehr zählen sie.
Die offene Frage
Über Jahrhunderte leisteten Logen handfeste Hilfe: Unterstützung im Krankheitsfall, Beistand in der Fremde, Fürsorge für Witwen und Waisen. Sozialstaat und Versicherungen erfüllen diese Aufgaben heute besser, und seither schrumpfen Vereinigungen dieser Art fast überall. Geblieben ist der Teil, den keine Institution abnehmen kann: Freundschaft, die trägt. Ein Ritual, das Mass gibt. Die Arbeit an sich selbst. Ob das in einer lauten, schnellen Zeit genügt, ist eine offene Frage. Wir stellen sie uns an jedem Logenabend von Neuem. Wenn Sie diese Frage reizt, prüfen Sie mit.
Diese Frage beantwortet keine Website. Prüfen Sie es im Gespräch →
“Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.”
Antoine de Saint-Exupéry
Unsere Loge
Seit 1978 im Orient von Bern
Gegründet am 14. Oktober 1978, gehören wir zum Grand Orient de Suisse und vertreten eine liberale, undogmatische Freimaurerei nach den Alten Pflichten von 1723. Über die internationale CLIPSAS sind wir mit Logen in aller Welt verbunden.
Wir sind eine Männerloge und pflegen freundschaftliche Beziehungen zu anderen Logen im In- und Ausland. Bei uns zählt vor allem der aufrichtige Wille, an sich zu arbeiten; Herkunft und Titel treten dahinter zurück. Religion und Politik bleiben draussen, denn bei uns gilt die absolute Gewissensfreiheit.
Unsere Grundsätze sind einfach: Toleranz, Gewissensfreiheit und kein Vorrang von Politik oder Religion. Uns liegt mehr am Ausgleich als am Rechthaben. Hier sind wir zu Hause, im Orient von Bern, seit 1978, am Abend bequem mit dem ÖV erreichbar.
Unser Rhythmus
- Etwa zwei Abende im Monat Einmal das offene Gespräch über Lebens- und Gewissensfragen, einmal die rituelle Arbeit im Tempel, ein Raum ohne Bildschirm, für Konzentration und Stille.
- Johannifest im Juni Unser Sommerfest zur Sonnenwende, zu Ehren von Johannes dem Täufer, einer der Höhepunkte des Logenjahres.
- Weisse Loge im Dezember Eine festliche Tempelarbeit vor Weihnachten, offen für Familie und Freunde.
Ehrlich gesagt
Passt das zu Ihnen?
Freimaurerei ist nicht für jeden, und das ist gut so. Vielleicht hilft Ihnen diese ehrliche Einschätzung mehr als jedes Versprechen.
Das passt zu Ihnen, wenn …
- Sie Fragen stellen, die sich nicht in einem Satz beantworten lassen.
- Sie bereit sind, über Jahre an sich zu arbeiten, ohne Abkürzung.
- Ihnen ein ehrliches Gespräch mehr bedeutet als eine schnelle Antwort.
- Ihnen an Verbindlichkeit und Tiefe gelegen ist.
Eher nicht, wenn …
- Sie vor allem geschäftliche Kontakte oder Status suchen.
- Sie schnelle Gewissheiten und fertige Antworten erwarten.
- Sie etwas suchen, das sich nebenbei konsumieren lässt.
- Sie nicht bereit sind, sich selbst infrage zu stellen.
Mythen & Fakten
Was Sie sich vielleicht fragen
Ehrliche Antworten auf die Fragen, die am häufigsten gestellt werden, ohne Beschönigung.
Sind Sie ein Geheimbund?
Nein. Wer wir sind, ist öffentlich bekannt: unsere Loge, unser Dachverband und unsere Werte. Vertraulich bleibt allein das Persönliche, das Mitglieder einander anvertrauen. Einen Geheimbund werden Sie in uns nicht finden; verschwiegen sind wir nur dort, wo es um Menschen geht.
Ist das eine Sekte oder eine Religion?
Nein. Wir verlangen kein Glaubensbekenntnis, kennen keine Heilslehre, und niemand kontrolliert Ihr Leben. Sie können jederzeit gehen. Die Freimaurerei ist ein Weg der Selbsterkenntnis und versteht sich nicht als Glaubensgemeinschaft.
Muss ich an Gott glauben?
Nein. Als liberale Loge stehen wir für absolute Gewissensfreiheit: Ob Sie gläubig sind oder nicht, ist allein Ihre Sache. Religion und Politik bleiben im Tempel aussen vor.
Was kostet die Mitgliedschaft?
Es gibt einen Jahresbeitrag, der die Kosten der Loge deckt: Räume, Anlässe, den Verband. Über die Höhe sprechen wir offen im persönlichen Gespräch. Geld soll niemanden abhalten.
Wer kann Mitglied werden?
Männer ab 21 Jahren von gutem Ruf, die bereit sind, an sich zu arbeiten und die Werte der Loge zu teilen. Herkunft, Beruf und Weltanschauung spielen keine Rolle.
Wie wird man aufgenommen?
Wir werben niemanden an. Den ersten Schritt machen Sie. Auf eine Anfrage folgt ein unverbindliches Gespräch, dann, wenn beide Seiten es möchten, eine Bewerbung. Über die Aufnahme entscheidet die Loge; sie endet mit der feierlichen, rituellen Aufnahme.
Noch eine Frage offen? Schreiben Sie uns, diskret und unverbindlich →
Der Weg zu uns
Den Weg gehen Sie selbst
Wir werben niemanden aktiv an. Wer zu uns findet, kommt aus eigenem Antrieb, und auf Ihre Fragen erhalten Sie ehrliche Antworten. Wenn Sie neugierig sind, machen Sie den ersten Schritt. Alles geschieht in Ruhe, unverbindlich und diskret; nach jedem Schritt entscheiden Sie selbst, ob Sie weitergehen.
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01
Sie melden sich
Eine kurze Nachricht genügt. Wir antworten diskret und schlagen ein erstes, unverbindliches Treffen vor.
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02
Das erste Gespräch
Rund eine Stunde in ruhiger Atmosphäre: unsere Geschichte, unsere Arbeit und vor allem Ihre Fragen, so viele Sie möchten.
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03
Ihre Bewerbung
Wenn beide Seiten es möchten: ein kurzes Motivationsschreiben, Ihr Lebenslauf, ein aktueller Strafregisterauszug und zwei Passfotos. Mindestalter 21.
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04
Die Aufnahme
Nach einem letzten Gespräch entscheidet die Bruderschaft. Dann folgt die feierliche, rituelle Aufnahme in unsere Gemeinschaft.
Am Anfang steht nicht mehr als ein Gespräch, zu nichts verpflichtend und ohne jeden Druck. Die Arbeit an Ihrem eigenen Stein nimmt Ihnen niemand ab; allein sind Sie dabei trotzdem nie.
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Wir sind als @zfs.bern unterwegs. Schauen Sie vorbei und bleiben Sie in Kontakt.
Wann haben Sie zuletzt in Ruhe über etwas gesprochen, das wirklich zählt?
Kontakt
Stellen Sie Ihre Fragen
Neugierig oder schon bereit? Schreiben Sie uns ein paar Zeilen. Ihre Anfrage behandeln wir vertraulich; es liest eine Person aus dem Vorstand. Unverbindlich, ohne jede Verpflichtung. Und es gibt keine dummen Fragen.
Oder direkt per E-Mail:
info@flammenderstern.ch
Ihre Diskretion
- Ihre Anfrage ist keine Bewerbung und verpflichtet zu nichts.
- Es liest eine einzige Person: der Meister vom Stuhl oder ein Mitglied des Vorstands.
- Sie stehen auf keiner Liste. Schreiben Sie nicht mehr, geschieht nichts.
- Auf Wunsch löschen wir Ihre Angaben rückstandslos.
- Schreiben Sie von der Adresse, die Ihnen passt, gern auch von einer anonymen oder verschlüsselten.